Öle in der BARF-Fütterung


Öl dient nicht als Fettersatz! Würde ausschließlich Fleisch und Fett aus Weidehaltung verfüttert werden, wäre eine Ölzugabe nicht erforderlich. Gleiches gilt für die Fütterung von Fleisch und Fett aus der Massentierhaltung, wenn 20 % des Fleischanteils aus Seefisch bestünde.

Der Hintergrund ist, dass die Fettsäurenzusammensetzung des Fleisches stark von der Fütterung der Schlachttiere abhängt. Ein Rind in Weidehaltung weist ein Verhältnis von Omega-3: Omega-6-Fettsäuren von etwa 1:2,2 auf. Ein Rind aus der Massentierhaltung (woher auch das meiste Fleisch von den BARF Herstellern stammt), was mit Kraftfutter gefüttert wird, dagegen 1:13,6. Es befinden sich also mehr entzündungsfördernde Omega-6-Fettsäuren als entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren im Fleisch. Damit die beiden Fettsäurenarten in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen wird, sollen der fertigen Ration Omega-3-Fettsäuren-lastige Öle (z. B. Lachsöl) zugegeben werden.

Empfehlenswerte Öle sind Fischöl, Lachsöl, Borretschöl und Hanföl. Idealer Weise enthält das Öl bereits Vitamin E. Andernfalls sollte Vitamin E noch hinzugefügt werden. Vitamin E schützt das Öl in der Flasche und im Körper vor Oxidation.

Pflanzenöle wie Sonnenblumenöl, Rapsöl, Distelöl etc. sind dafür nicht geeignet, da sie Omega-6-Fettsäuren-lastig sind.


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